Soziale Gerechtigkeit
Ein Bezirk, in dem alle gut leben können – bezahlbares Wohnen, echte Bürgerbeteiligung und starke Nachbarschaften in Hamburg-Mitte.
Meine Positionen
Bezahlbares Wohnen ist kein Luxus: Jedes neue Bauprojekt im Bezirk braucht eine verbindliche Sozialwohnungsquote.
Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen – wer wenig hat, leidet als erstes unter der Klimakrise.
Bürgerbeteiligung fängt nicht im Rathaus an: Ich bin bei Infoständen in Horn und Hamm, bei Aktionen und Ausschüssen – und antworte selbst auf Nachrichten.
Vielfalt als Stärke
Hamburg-Mitte ist einer der vielfältigsten Bezirke Hamburgs – und einer der ungleichsten. Auf wenigen Kilometern liegen Stadtteile nebeneinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: die HafenCity mit ihren Lofts und Bürotürmen, Billstedt mit einem der niedrigsten Medianeinkommen der Stadt. Diese Vielfalt ist eine Stärke – aber nur, wenn faire Strukturen dafür sorgen, dass sie nicht zur Spaltung wird.
Ich stehe für einen Bezirk, in dem alle Menschen gut leben können, unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Alter. Wie ich das bezirksweit angehe, erkläre ich auf Mein Bezirk Hamburg-Mitte.
Meine Ziele
- Bezahlbares Wohnen – konsequente Sozialwohnungsquote bei neuen Projekten
- Chancengerechtigkeit in Bildung – bessere Ausstattung für Schulen und Kitas in belasteten Stadtteilen
- Starke Quartierszentren – Treffpunkte und Beratungsangebote wie das Netzwerk Nachbarschaftshilfe in Horn vor Ort erhalten und ausbauen
- Beteiligung aller – Bürger:innen-Dialoge auch auf Arabisch, Türkisch und Englisch
Bezahlbares Wohnen: Osterbrookhöfe als Maßstab
Die Osterbrookhöfe in Hamm sind eines der größten Stadtentwicklungsprojekte im Bezirk. Mehrere hundert neue Wohneinheiten sollen hier entstehen – und genau deshalb ist es so wichtig, jetzt die Weichen richtig zu stellen.
Ich begleite das Projekt kritisch. Meine Forderungen sind klar: eine verbindliche Sozialwohnungsquote, damit der Neubau nicht nur für Menschen mit hohem Einkommen entsteht, und klimaangepasste Grünflächen, die den Stadtteil kühler machen und die Lebensqualität erhöhen. Neubau muss bezahlbar bleiben und gleichzeitig die Klimaanforderungen erfüllen – das ist kein Widerspruch, sondern eine Gestaltungsaufgabe. Wer heute billig baut, zahlt morgen teurer: durch Überhitzung, Überflutungsschäden und steigende Energiekosten.
Soziale Ungleichheit im Bezirk
Was die Zahlen zeigen, spüren viele Bewohner:innen im Alltag: Hamburg-Mitte hat einen der höchsten Anteile an Schulen mit erhöhtem Förderbedarf in ganz Hamburg. Der sogenannte Sozialindex der Hamburger Schulen, der Faktoren wie Armut, Sprachförderungsbedarf und familiäre Belastung misst, zeigt in Stadtteilen wie Billstedt, Rothenburgsort und Horn deutlich niedrigere Werte als in Altstadt oder HafenCity.
Das schlägt sich durch: in der Ausstattung der Schulen, in den Möglichkeiten der Kinder, in der Gesundheitsversorgung vor Ort. Gleichzeitig steigen die Mieten auch in diesen Stadtteilen. Wer dort günstig wohnt, wird verdrängt – nicht dramatisch und auf einmal, sondern schleichend und still.
Dagegen helfen keine Absichtserklärungen. Es braucht konkrete politische Entscheidungen: verbindliche Sozialwohnungsquoten, gezielte Förderung für Schulen mit hohem Bedarf und Quartiersinfrastruktur, die Menschen zusammenbringt, statt sie sich selbst zu überlassen.
Klimagerechtigkeit
Klimawandel und soziale Ungleichheit verstärken sich gegenseitig – das ist keine Theorie, das ist Alltag im Bezirk.
Wenn der Klimawandel Schäden anrichtet – Starkregen, Hitze, Überschwemmungen – zahlen nicht alle gleich. Wer keine Versicherung hat oder sich keine neue Heizung leisten kann, bleibt auf den Kosten sitzen. Ein feuchter Keller in Rothenburgsort nach dem nächsten Starkregen ist für eine Familie mit kleinem Einkommen eine Katastrophe. Für Eigentümer:innen in der HafenCity ist dasselbe Ereignis ein Versicherungsfall. Klimaschutz ist deshalb auch Sozialpolitik: Wer früh handelt, schützt die, die am wenigsten Puffer haben.
Das gilt auch für Mobilität. In Horn haben viele Menschen kein Auto – weil sie es sich nicht leisten können oder wollen. Die U4-Verlängerung nach Horn ist deshalb keine Infrastrukturmaßnahme für Pendler:innen mit Abo. Sie ist sozialer Aufstieg: Wer in Horn wohnt und die Stadt schnell erreicht, hat mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt, mehr Spielraum im Alltag, mehr Selbstständigkeit. ÖPNV-Anbindung und Schulwegsicherheit in Hamburg-Horn sind keine Komfortfragen – sie sind Gerechtigkeitsfragen.
Deshalb denke ich Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit immer zusammen. Nicht als Kompromiss, sondern als Selbstverständlichkeit.
Bürgerbeteiligung heißt: ich komme zu euch
Politische Mitgestaltung fängt nicht im Rathaus an – sie fängt auf dem Marktplatz an, am Infostand, beim Gespräch nach dem Einkauf. Ich bin regelmäßig unterwegs: bei Infoständen in Horn und Hamm, bei thematischen Aktionen, in Ausschüssen und Veranstaltungen. Dabei lege ich Wert darauf, auch Menschen zu erreichen, die sonst nicht den Weg ins Rathaus finden.
Bürger:innen-Dialoge auf Arabisch, Türkisch und Englisch sind für mich keine Kür, sondern Pflicht – wenn ich sage, dass dieser Bezirk für alle da sein soll, muss das auch für die Beteiligungsformate gelten.
Und ich bin per E-Mail direkt erreichbar. Keine Hotline, keine Pressestelle – ich selbst. Wer eine Frage hat, ein Anliegen aus dem Viertel oder eine Idee für den Bezirk: Schreib mir. Ich antworte.
Mehr erfahren
- Mein Bezirk Hamburg-Mitte – wie ich Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit bezirksweit verbinde
- Nachhaltige Mobilität – ÖPNV-Ausbau, Schulwegsicherheit und Barrierefreiheit
- Klimaschutz – warum Klimaschutz die beste Sozialpolitik ist
- Hamburg-Horn im Überblick – Zahlen, Geschichte und Lebensqualität im Stadtteil
Häufige Fragen
Fragen & Antworten
- Was ist der Horner Aufschwung?
- Der Horner Aufschwung ist ein integriertes Stadtentwicklungsprogramm, das Hamburg-Horn gezielt fördert – mit Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Soziales und öffentlichen Raum. Es ist Teil des Hamburger RISE-Förderprogramms (Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung).
- Warum ist der ÖPNV-Ausbau Sozialpolitik?
- Wer kein Auto besitzt oder sich keins leisten kann, ist auf Bus und Bahn angewiesen. In Horn und Billstedt sind das überproportional viele Menschen. Schlechte ÖPNV-Verbindungen bedeuten eingeschränkte Teilhabe – das trifft Familien, ältere Menschen und Menschen mit niedrigem Einkommen am härtesten. Deshalb ist der U4-Ausbau nach Horn für mich auch ein Gerechtigkeitsthema.
- Was tust du für Bildungsgerechtigkeit in Hamburg-Mitte?
- Bildungsgerechtigkeit beginnt mit guten Kitas und sicheren Schulwegen. Ich setze mich für den Ausbau von Kitaplätzen in Horn, für Tempo 30 vor Schulen und für Investitionen in die soziale Infrastruktur ein. Der Bezirk soll ein Ort sein, wo Kinder unabhängig von ihrer Herkunft faire Startchancen haben.
- Wie hängen Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammen?
- Die Folgen der Klimakrise – Hitze, Überschwemmungen, steigende Energiekosten – treffen Menschen mit wenig Geld als erste und am härtesten. Gleichzeitig darf Klimapolitik nicht auf dem Rücken einkommensschwacher Haushalte ausgetragen werden. Für mich sind Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit deshalb keine konkurrierenden Ziele, sondern zwei Seiten derselben Münze.