Zum Hauptinhalt springen
Kinder spielen auf dem naturnahen Schulhof der Grundschule Horn in Hamburg

Familie, Bildung und Soziales in Hamburg-Horn

Kitas, Schulen, soziale Angebote und Unterstützung für Familien in Hamburg-Horn – alles Wichtige kompakt erklärt.

Aktualisiert: Geprüft: ca. 12 Min. Lesezeit Lesezeit

Horn ist mehr als ein Wohnort – es ist ein soziales Netz

Suchst du einen Kita-Platz in Horn? Fragst du dich, welche Grundschule am besten zu deinem Kind passt? Oder möchtest du wissen, wo du als Familie mit Migrationsgeschichte mehrsprachige Unterstützung im Alltag bekommst? Dann bist du hier genau richtig.

Horn ist nicht zufällig ein Ort, an dem junge Familien mit Kindern gerne wohnen. Das liegt nicht nur an den vielen Grünflächen und der guten Verkehrsanbindung – mehr dazu im Hamburg-Horn-Überblick und den Top 15 Freizeittipps für Hamburg-Horn. Es liegt vor allem an einer gewachsenen, lebendigen sozialen Infrastruktur: Schulen mit besonderen pädagogischen Konzepten, Kitas in verschiedener Trägerschaft, mehrsprachige Unterstützungsangebote und ein engmaschiges Netz aus Nachbarschaftshilfe und sozialer Arbeit.

Für mich als Bezirksabgeordnete ist klar: Bildungsgerechtigkeit und soziales Miteinander beginnen nicht erst im Klassenzimmer. Sie beginnen mit einem verlässlichen Kita-Platz, einem sicheren Schulweg, einem Ort, an dem Eltern in ihrer eigenen Sprache beraten werden – und damit, dass kein Kind zurückgelassen wird, weil seine Familie keinen Zugang zu den richtigen Informationen hat.

Dieser Guide gibt dir den Überblick zu Familie, Bildung und Soziales in Hamburg-Horn. Ich erkläre, wie das Hamburger Kita-Gutschein-System funktioniert, welche Grundschulen und die Stadtteilschule Horn zu bieten haben und welche sozialen Anlaufstellen dir und deiner Familie wirklich weiterhelfen.

Spielplatz Hamburg-Horn – naturnahe Freifläche für Kinder im Architekturmodellstil, frühkindliche Förderung in sozialer Infrastruktur

Wie funktioniert das Kita-Gutschein-System in Hamburg und wer bietet in Horn Betreuungsplätze an?

Der Hamburger Osten befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderung. Durch den fortschreitenden Ausbau der U-Bahn-Linie U4 auf der Horner Geest gewinnt Horn zunehmend an Attraktivität für junge Familien – was eine weitsichtige Planung der sozialen Infrastruktur erfordert. Die Grundlage für eine faire Bildungsbiografie wird lange vor dem ersten Schultag gelegt. Eine qualitativ hochwertige und verlässliche frühkindliche Betreuung ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Familien- und Berufsleben vereinbar sind und alle Kinder optimale Startchancen bekommen.

Das Kita-Gutschein-System der Freien und Hansestadt Hamburg ist dabei das zentrale Steuerungsinstrument. Es löst die frühere Zuweisung von Betreuungsplätzen ab und gibt Eltern die Freiheit, eine Betreuungseinrichtung selbst zu wählen – vorausgesetzt, sie ist an das städtische System angebunden. Die Bewilligung richtet sich nach dem Alter des Kindes sowie dem individuellen familiären Bedarf: Berufstätigkeit, Ausbildung oder besondere soziale Gründe spielen dabei eine Rolle.

Die verschiedenen Betreuungsmodelle sind klar gegliedert, damit sie den unterschiedlichen Bedürfnissen moderner Familien gerecht werden:

Leistungsart / AltersgruppeBetreuungsumfangFinanzielle Details
Krippenbereich (0 bis unter 3 Jahre)Wählbare Betreuungszeiten: 4, 6, 8, 10 oder bis zu 12 Stunden pro TagLaufende Anpassung des Fachkraftschlüssels zur Qualitätssicherung (Ziel: eine Fachkraft für vier Kinder)
Elementarbereich (3 Jahre bis Einschulung)Beitragsfreie Grundbetreuung von fünf Stunden täglich inklusive Mittagessen; erweiterbar auf bis zu 12 StundenDie beitragsfreie Grundbetreuung entlastet Familienbudgets und fördert frühkindliche Sozialisation
Eingliederungshilfe (ab 3 Jahren)Spezialisierte Gutscheine für Kinder, die von einer Behinderung bedroht oder betroffen sindSichert die Ressourcen für inklusive Förderung im regulären Kita-Alltag
Hortbereich (Schulkinder bis 12 Jahre)Ergänzende Betreuung von 2, 3, 5 oder 7 Stunden; Ferienabdeckung inklusiveNahtlose Anbindung an die verlässliche Halbtagsgrundschule oder die Sekundarstufe I

Wer betreibt Kitas in Horn?

Die Trägerlandschaft in Horn spiegelt die Vielfalt Hamburgs wider. Ein zentraler Akteur im Quartier sind die Elbkinder, Hamburgs größter Kita-Träger. Die Elbkinder betreiben nicht nur reguläre Kindertagesstätten, sondern auch die Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen (GBS) – beispielsweise am Standort Rhiemsweg. Inhaltlich legen sie einen starken Schwerpunkt auf Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Daneben gibt es konfessionelle Träger mit eigenen pädagogischen Leitbildern. Ein lokales Beispiel mit starkem Profil ist die Ev. Kita Martin Horn (Bei der Martinskirche). Auf drei Etagen und einem naturnah gestalteten Außengelände werden Kinder im Krippen- und Elementarbereich betreut. Das Angebot umfasst gezielte Sprachförderung, ein strukturiertes Vorschulprogramm sowie besondere Angebote wie Schwimmkurse.

Ev. Kita Martin Horn – Außenansicht der evangelischen Kindertagesstätte im Architekturmodellstil, Betreuungseinrichtung in Hamburg-Horn

Auch überregionale konfessionelle Träger prägen das Einzugsgebiet: Die Ev. Kita „Die Senfkörner” im Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein ist ein Referenzbeispiel für hochwertige konfessionelle Betreuung. Sie betreut 120 Kinder von 10 Monaten bis 12 Jahren in drei Krippen-, drei Elementar-, einer Integrations- und einer Hortgruppe. Räumlichkeiten mit bodentiefen Fenstern und direktem Zugang zu einem weitläufigen Außengelände mit Matschanlagen, Balancierstrecken und Hochbeeten ermöglichen intensive Naturerfahrungen.

Welche Grundschule in Horn passt zu meinem Kind und welche besonderen Profile gibt es?

Der Übergang vom Kita- in das Schulleben ist ein wichtiger Meilenstein. Die Grundschulen in Horn stehen vor der Aufgabe, eine sehr vielfältige Schüler:innenschaft zu integrativen Lerngemeinschaften zusammenzufinden. Zwei Einrichtungen stechen durch bundesweit beachtete pädagogische Profile hervor: die Grundschule Horn mit ökologischem Schwerpunkt und die Brüder-Grimm-Schule mit einem dezidiert inklusiven Ansatz.

Grundschule Horn: Natur lernen, Begabungen fördern

Die Grundschule Horn in der Franz-Hausmann-Straße arbeitet als offene Ganztagsschule und hat sich als Vorreiterin in Umweltbildung und Begabtenförderung etabliert. Das Herzstück ist das Kooperationsprojekt „Naturzeit” der Stiftung WAS TUN!: Die Grundschule Horn ist eine der Partnerschulen, an denen professionelle Diplom-Biolog:innen der Stiftung das Programm umsetzen. Die Stiftung selbst wurde 2019 für dieses Projekt mit dem Sparda-Award ausgezeichnet – die Fördergelder fließen direkt in die Finanzierung der Umweltpädagog:innen an Schulen wie der in Horn.

Das Ziel von „Naturzeit” ist klar: Stadtkindern direkte, sinnliche Naturerfahrungen ermöglichen. Das Programm ist fest in der Stundentafel der zweiten Klassen verankert – kein isoliertes Projekt, sondern Teil des regulären Unterrichts.

Strukturdaten des Projekts „Naturzeit”Umsetzung
ZielgruppeZweite Klassenstufe, ab dem zweiten Halbjahr (Februar); fest im Stundenplan verankert
Rhythmus14 Termine pro Schuljahr: alle zwei Wochen eine 90-minütige Doppelstunde im Freien, plus ein 4,5-stündiger Exkursionstag
Pädagogische LeitungSpezialisierte Diplom-Biolog:innen und Umwelterlebnispädagog:innen (z. B. Christine Zarske)
Finanzierung2.823,- Euro pro Klasse und Jahr, vollständig durch Spendengelder der Stiftung WAS TUN!

Die Auswirkungen dieses Ansatzes reichen weit über den Unterricht hinaus. Untersuchungen der Deutschen Wildtier Stiftung dokumentieren, dass naturnahe Schulhöfe die städtische Artenvielfalt massiv fördern: Auf dem Gelände der Grundschule Horn wurden 107 Stechimmenarten, 52 Wildbienenarten und 55 Wespenarten nachgewiesen. Solche „grünen Schulhöfe” wirken im urbanen Raum wie mikroklimatische Oasen – sie federn Hitze ab und stärken die Resilienz des Stadtteils.

Neben der Umweltbildung bietet die Grundschule Horn auch zertifizierte Programme zur Begabtenförderung: Durch qualifiziertes Personal werden hochbegabte Kinder frühzeitig erkannt und durch zusätzliche Angebote (sogenannte Enrichmentmaßnahmen) gezielt gefördert.

Grundschulkinder beim Naturzeit-Programm im Freien – Umweltpädagogik und Begabungsförderung an der Grundschule Horn in Hamburg

Brüder-Grimm-Schule: Inklusion und lückenloser Bildungsweg

Ein ganz anderes, aber ebenso überzeugendes Modell bietet die Brüder-Grimm-Schule. Als eine der wenigen echten Langformschulen in Hamburg ermöglicht sie einen bruchlosen Bildungsweg von der Vorschule bis zum Abschluss der 10. Klasse. Der Standort am Querkamp 68 konzentriert sich auf die Jahrgangsstufen 7 bis 10 und die gezielte Vorbereitung auf Schulabschlüsse und Berufseinstieg.

Die Schule ist Teil des Startchancen-Programms, einer nationalen Initiative, die Schulen in herausfordernden sozialen Lagen mit zusätzlichen Ressourcen ausstattet. Besonders hervorzuheben sind:

  • Das zertifizierte Berufswahl-Siegel, das die Qualität der Berufsorientierung belegt – umgesetzt durch praxisnahe Instrumente wie das „Praktikumsrondell” und die „Praktikumswelten”
  • Die „Pädagogische Insel”: ein geschützter Raum, der Schüler:innen an vier Tagen der Woche zur Verfügung steht. Er dient einerseits als Auszeitraum für emotionale Entlastung oder vertrauliche Gespräche, andererseits als Ort, an dem gute Mitarbeit mit Zeit für kreatives Spiel belohnt wird. Diese tiefgehende Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Faktor, um Bildungsabbrüche zu verhindern.

Wie entwickelt sich die weiterführende Stadtteilschule Horn und was bieten die neuen Sportanlagen?

Im Bereich der weiterführenden Bildung hat sich die Stadtteilschule (STS) Horn am Hauptstandort Horner Weg 89 zu einem Leuchtturmprojekt des urbanen Schulbaus entwickelt. Unter dem pädagogischen Motto „Vielfalt ist unsere Verantwortung” trägt die Schule gleich drei Profilzertifizierungen: Klimaschule, Gesunde Schule und Kulturschule (mit Schwerpunkten auf Musik, Kunst und Theater).

Um diese Ziele räumlich zu ermöglichen, hat die Stadt Hamburg über den Landesbetrieb SBH (Schulbau Hamburg) massiv investiert. Die zentrale Maßnahme der Jahre 2019 bis 2020: ein hochmoderner Ersatzbau, der die Jahrgangsstufen 5 und 6 am Horner Weg bündelt.

Baudaten Stadtteilschule Horn (Ersatzbau)Details
InvestitionsvolumenRund 3,5 Millionen Euro
Fläche und Kapazität1.200 Quadratmeter Mietfläche, 12 modern ausgestattete Klassenräume
NachhaltigkeitsstandardDGNB-Gold-Zertifizierung; extensives Gründach
Weitere ModernisierungenBarrierefreie Sanitäreinheiten, Großküche mit Essbereich für den Ganztag, Aufzugsanlagen, Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Die Sportanlage Snitgerreihe: mehr als ein Sportplatz

Direkt angrenzend an die Stadtteilschule liegt die Sportanlage Snitgerreihe – ein wegweisendes Vorhaben für den gesamten Bezirk Hamburg-Mitte. Finanziert durch Bundesmittel und den Masterplan Active City flossen rund 6,9 Millionen Euro in einen multifunktionalen, ökologischen und vollinklusiven Sportcampus.

Besonders hervorzuheben ist die kompromisslose Barrierefreiheit: Die Anlage ermöglicht nicht nur regulären Rollstuhlsport, sondern auch die Austragung inklusiver Mannschaftswettkämpfe. In der neuen Dreifeld-Sporthalle wurden spezielle akustische Bauteile und visuelle Leitsysteme integriert, damit auch Menschen mit Hörbehinderungen die Halle vollständig nutzen können.

Gleichzeitig reagiert die Anlage auf die Herausforderungen des Klimawandels: Unter dem neuen Kunstrasen wurde eine rohrlose Versickerungsanlage installiert, die nach dem Schwammstadt-Prinzip bei Starkregenereignissen als Zwischenspeicher wirkt und das Kanalisationsnetz entlastet. Das ist kein Zufall – das Programm „Mitte Machen” verbindet soziale Infrastruktur und Klimaanpassung bewusst miteinander – ein Ansatz, den ich in meiner Arbeit im KUS-Ausschuss aktiv unterstütze.

Das Raumprogramm umfasst außerdem ein Streetballfeld, eine Calisthenics-Anlage sowie eine geplante multifunktionale Freilufthalle, die auch als Veranstaltungsraum für kulturelle Ereignisse im Quartier genutzt werden soll.

Sportanlage Snitgerreihe Hamburg-Horn – Luftaufnahme der vollinklusiven Sportanlage in ihrer Gesamtheit im Architekturmodellstil, klimaresilient ausgebaut für 6,9 Millionen Euro

Wo finden Familien mit Migrationsgeschichte mehrsprachige Unterstützung im Alltag?

Moderne Schulbauten und Sportanlagen sind das physische Fundament eines Quartiers. Echte Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit brauchen aber auch ein engmaschiges, niedrigschwelliges soziales Netzwerk. Gerade für Familien, die neu in Hamburg sind oder deren Alltagssprache nicht Deutsch ist, können bürokratische Prozesse unüberwindbare Hürden sein. Hier leisten die Stadtteileltern im Hamburger Osten (Fokus Billstedt, Horn, Billbrook) unverzichtbare Arbeit.

Das Projekt wird vom Träger Das Rauhe Haus koordiniert und öffentlich gefördert. Es setzt auf einen Peer-to-Peer-Ansatz, also Beratung auf Augenhöhe: Die Stadtteileltern sind speziell geschulte, ehrenamtlich tätige Sprach- und Kulturmittler:innen, die in der Regel selbst eine Migrationsgeschichte haben. In Billstedt und Horn sind 28 engagierte Expert:innen aktiv (ab April 2026).

Ihre Arbeit greift direkt die Probleme auf, die in sozialen Arbeitskreisen (wie dem SÄD – Sozialer Arbeitskreis) immer wieder beschrieben werden: Eltern verstehen behördliche Schreiben nicht, versäumen Vorsorgetermine oder erkennen Förderbedarfe ihrer Kinder nicht. Die Stadtteileltern fungieren als Brückenbauer:innen – und unterliegen einer strikten Schweigepflicht, was sie zu wirklich vertrauensvollen Ankerpersonen macht.

Unterstützungsleistungen der StadtteilelternAnwendungsbereiche
Mehrsprachige BegleitungKommunikation auf Arabisch, Dari/Farsi, Russisch, Türkisch und Englisch; Begleitung (kein juristisches Dolmetschen) zu Arztterminen, Elterngesprächen in Schulen oder zu Behörden
Systemerklärung und AdministrationBeratung zum Kita-Gutschein-System, Unterstützung beim Ausfüllen der Kita-Antragsbögen (A-Bögen), Beratung zu Vorschulklassen (VSK)
Lokale NetzwerklotsenAufzeigen von Wegen zu Beratungsstellen, Kinderärzt:innen und sozialen Einrichtungen im Bezirk Hamburg-Mitte

Stadtteileltern Hamburg-Horn bei der Beratung einer Familie – mehrsprachige Sprach- und Kulturmittler:innen im sozialen Einsatz

Eigene Stärken entwickeln: Das Trainings­programm für Stadtteileltern

Das Projekt stärkt nicht nur die Familien, die Unterstützung suchen – es stärkt auch die Stadtteileltern selbst. Wer mitmachen möchte, durchläuft ein mehrwöchiges, kostenloses Trainingsprogramm in der Elternschule Billstedt (Billstedter Hauptstr. 80). Das Curriculum vermittelt:

  • Grundkenntnisse über lokale Behördenstrukturen
  • Prinzipien der Gesundheitsprävention
  • Grundlagen der Erziehungswissenschaften

Nach erfolgreichem Abschluss und Zertifizierung können Absolvent:innen ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen und erhalten dafür eine finanzielle Aufwandsentschädigung.

Frühe Hilfen: Unterstützung ab der Schwangerschaft

Ergänzend zu den Stadtteileltern gibt es beim Rauhen Haus die sogenannten Frühen Hilfen: Interdisziplinäre Familienteams aus Familienhebammen und Sozialpädagog:innen begleiten stark belastete Eltern bereits während der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren des Kindes durch aufsuchende Arbeit (Hausbesuche). Ziel ist es, soziale Isolation und familiäre Überlastung frühzeitig zu erkennen und zu verhindern – bevor sie sich verfestigen.

Familienhebamme Hamburg-Horn beim Hausbesuch – Frühe Hilfen für Familien in belasteten Lebenslagen durch das Rauhe Haus

Meine politische Einordnung

Die Betrachtung der Bildungs- und Sozialinfrastruktur in Hamburg-Horn zeigt: Echte Chancengerechtigkeit entsteht nicht durch abstrakte Absichtserklärungen, sondern durch konkrete, strukturelle Investitionen vor Ort. Mein Leitsatz „Verwurzelt in Horn, Verantwortung für ganz Mitte” bedeutet für mich genau das – und er zeigt sich in der praktischen Ausgestaltung dieser Lebensräume.

In der bezirkspolitischen Arbeit, insbesondere im KUS-Ausschuss (Klimaschutz, Umwelt und Stadtnatur) und in der Ampel-Koalition in Hamburg-Mitte, erlebe ich täglich, wie wichtig es ist, ökologische Stadtentwicklung und soziale Daseinsvorsorge zusammenzudenken. Der Ausbau der U4 auf die Horner Geest bringt enormes Potenzial für den Stadtteil – aber er erfordert zwingend eine parallel wachsende Infrastruktur: mehr Kita-Plätze, sichere Schulwege, gut ausgestattete Schulgebäude.

Bildungsgerechtigkeit zeigt sich auch physisch. Die Verwandlung versiegelter Flächen in klimaresiliente, grüne Schulhöfe – wie an der Grundschule Horn – ist nicht nur Umweltbildung, sondern auch Klimaanpassung. Ebenso wird der gesetzliche Anspruch auf frühkindliche Betreuung zur leeren Hülle, wenn die personellen Ressourcen durch zu schlechte Fachkraftschlüssel erodieren.

Das Projekt der Stadtteileltern zeigt außerdem: Gelebte Integration findet direkt vor Ort statt. Solche systemrelevanten Netzwerke, die Barrieren abbauen und den Zusammenhalt in Billstedt und Horn sichern, brauchen eine dauerhafte, verlässliche Finanzierung – nicht kurzfristige Projektstellen. Nur wenn Schulen, Kitas und sozialräumliche Angebote zusammenwirken, wird Hamburg-Mitte seiner Verantwortung für eine inklusive, zukunftsfähige Stadtgesellschaft gerecht. Mehr zu meinen politischen Schwerpunkten findest du auf der Themen-Übersichtsseite zu Klimaschutz, Stadtnatur und sozialer Infrastruktur.

Mehr über die Stadtentwicklung, Wohnungsbauprojekte und das Programm „Mitte Machen” liest du im Guide zu Stadtentwicklung und Wohnen in Hamburg-Horn.

Horn gemeinsam gestalten – melde dich gerne

Du hast Fragen zu Kita-Plätzen, Schulen oder sozialen Angeboten in Horn? Oder du möchtest dich selbst einbringen – als Stadtteilelternteil, in der Elternvertretung oder in einem der Nachbarschaftsprojekte? Ich freue mich über deine Nachricht. Schreib mir über die Kontaktseite oder sprich mich direkt bei einem der nächsten Termine an.

Verwandte Guides – mehr über Horn

Diese Guides bieten dir zusätzliche Informationen zu Familie, Bildung und Leben in Hamburg-Horn:

Häufige Fragen

Wie funktioniert das Kita-Gutschein-System in Hamburg-Horn?
Das Kita-Gutschein-System ermöglicht Eltern die freie Wahl einer teilnehmenden Betreuungseinrichtung. Für Kinder im Elementarbereich (drei Jahre bis zur Einschulung) garantiert Hamburg eine beitragsfreie Grundbetreuung von fünf Stunden täglich inklusive Mittagessen. Für den Krippenbereich (unter drei Jahren) können Gutscheine für 4 bis 12 Stunden Betreuung beantragt werden, abhängig vom individuellen Bedarf der Familie.
Welche pädagogischen Profile bieten die Grundschulen in Horn?
Die Grundschule Horn in der Franz-Hausmann-Straße ist Partnerschule des Projekts „Naturzeit" der Stiftung WAS TUN! – ausgezeichnet mit dem Sparda-Award 2019 – und bietet zertifizierte Programme zur Begabtenförderung. Die Brüder-Grimm-Schule am Querkamp agiert als inklusive Langformschule von der Vorschule bis Klasse 10 – mit ausgezeichneter Berufsorientierung und der sozialpädagogischen „Pädagogischen Insel".
Was bietet die Stadtteilschule Horn?
Die Stadtteilschule Horn am Horner Weg 89 vereint die Profilzertifizierungen Klimaschule, Gesunde Schule und Kulturschule. Für die Jahrgänge 5 und 6 entstand für rund 3,5 Millionen Euro ein DGNB-Gold-zertifizierter Ersatzbau. Die angrenzende Sportanlage Snitgerreihe wurde mit 6,9 Millionen Euro zu einem vollinklusiven, klimaresilienten Sport- und Begegnungsort ausgebaut.
Wie unterstützen die Stadtteileltern Familien im Alltag?
Die Stadtteileltern sind ehrenamtliche, mehrsprachige Sprach- und Kulturmittler:innen, koordiniert vom Rauhen Haus. Sie begleiten Familien mit Migrationsgeschichte zu Ärzt:innen oder Schulgesprächen, helfen beim Ausfüllen von Kita-Formularen und fungieren als vertrauensvolle, der Schweigepflicht unterliegende Brückenbauer:innen. Ab April 2026 sind 28 Stadtteileltern in Billstedt und Horn aktiv.
Wer kann Stadtteilmutter oder Stadtteilvater werden?
Interessierte durchlaufen ein mehrwöchiges, kostenloses Trainingsprogramm in der Elternschule Billstedt (Billstedter Hauptstr. 80). Das Programm vermittelt Wissen über lokale Behörden, Gesundheitsprävention und Erziehungswissenschaften. Nach Zertifizierung können Absolvent:innen ihre ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen und erhalten eine finanzielle Aufwandsentschädigung.
Was sind die Frühen Hilfen des Rauhen Hauses?
Die Frühen Hilfen sind interdisziplinäre Familienteams aus Familienhebammen und Sozialpädagog:innen. Sie begleiten stark belastete Eltern bereits während der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren des Kindes durch aufsuchende Arbeit (Hausbesuche), um soziale Isolation und familiäre Überlastung präventiv zu verhindern.

Quellen

Deine Ansprechpartnerin

Ich bin Stephanie Wittern –
deine Grünenpolitikerin für Hamburg-Mitte.

Fragen zu diesem Thema oder zu Bezirkspolitik in Hamburg-Mitte? Ich freue mich über deine Nachricht und stehe für Rückfragen gern zur Verfügung.