Grüner Loop Hamburg-Horn: Der blau-grüne Ringweg der Horner Geest
Der Grüne Loop ist Hamburgs erster blau-grüner Stadtringweg: ~4 km Naherholung, Biotopverbund und Klimaschutz mitten in Horn und Hamm.
Der Grüne Loop ist mehr als ein Spazierweg: Als rund vier Kilometer langer blau-grüner Ringweg verbindet er die Grün- und Wasserflächen der Horner Geest zu einem durchgehenden Netz und macht Hamburg-Horn zum Vorreiter klimagerechter Stadtentwicklung. Als Bezirksabgeordnete und Mitglied des KUS-Ausschusses (Klimaschutz, Umwelt, Stadtnatur) begleite ich dieses Jahrhundertprojekt politisch – dieser Guide gibt Ihnen eine vollständige Übersicht über Route, Ausstattung, Klimaschutzwirkung und den aktuellen Stand der Umsetzung.

Die historische und geografische Dimension: Von der Geest zur Großstadt
Um die Bedeutung des Grünen Loops vollständig zu erfassen, ist ein Blick auf die historische Entwicklung der Landschaftsachse unerlässlich. Die Horner Geest war ursprünglich von landwirtschaftlichen Strukturen, sogenannten Geest- und Haufendörfern wie Öjendorf und Hamm, geprägt. Nach 1900 führte die zunehmende Verstädterung dazu, dass diese Dörfer in die rasch wachsende Großstadt Hamburg integriert wurden. Alte Knicklandschaften wurden verkauft, versiegelt und bebaut. Der historische Charakter ging zunehmend verloren, wenngleich Überbleibsel wie die alte Straßenführung der Öjendorfer Höhe noch heute von dieser Vergangenheit zeugen.
Der Grüne Loop setzt genau hier an: Er rekonstruiert und revitalisiert die verlorenen landschaftlichen Zusammenhänge. Konzeptionell ist der Loop als ein rund vier Kilometer langer, blau-grüner Ringweg angelegt, der die bestehenden Grün- und Freizeitflächen der Stadtteile Horn-Nord und Horn-Süd zu einem zusammenhängenden Band verknüpft. Er ist das pulsierende Zentrum der noch weitaus größeren Landschaftsachse Horner Geest. Diese erstreckt sich auf einer Länge von über zehn Kilometern – vom Hamburger Hauptbahnhof im Westen bis zum weitläufigen Öjendorfer See im Osten. Der Startschuss für die Revitalisierung dieser Achse fiel bereits im Jahr 2015, und das Projekt wurde 2019 für seine kommunikative Stadtgestaltung mit dem renommierten Polis Award ausgezeichnet.
Der Streckenverlauf: Eine mentale Landkarte durch den Hamburger Osten
Der Ringweg ist topografisch so konzipiert, dass er die vielfältigen Landschaftsformen und urbanen Strukturen erfahrbar macht. Ein ausgeklügeltes Leitsystem führt Spaziergänger:innen und Radfahrer:innen durch die Achse: Meilensteine und Bodenmarkierungen weisen den Weg, Wegweiserstelen geben an Kreuzungspunkten Orientierung, und Informationssteine erklären die Hintergründe der Gesamtachse.
Der urbane Auftakt: St. Georg, Borgfelde und Hamm
Die erweiterte grüne Infrastruktur nimmt ihren städtischen Auftakt im dichten Westen. Von den hochfrequentierten urbanen Räumen rund um St. Georg, den Steindamm und den Bus-Port Hamburg (ZOB) zieht sich das grüne Netz über die Kurt-Schumacher-Allee und die Bürgerweide in Richtung Borgfelde. Wichtige erste Wegmarken sind hier das Areal Oben Borgfelde, die Erlösekirche sowie die Dreifaltigkeitskirche. Die Route führt weiter östlich über die Borgfelder Straße in den Stadtteil Hamm.
In Hamm passiert die Trasse bedeutende historische und grüne Ankerpunkte. Der Thörls Park und der weitläufige Hammer Park dienen als erste große Naherholungsgebiete auf der Strecke. Im weiteren Verlauf nähert sich die Route über strategisch wichtige Wegeverbindungen durch bestehende Kleingartenanlagen dem markanten Horner Kreisel.
Das Zentrum des Loops: Horner Rennbahn und Ellipsen Garten
Der eigentliche Ring des Grünen Loops entfaltet seine volle raumplanerische Wirkung im Herzen von Horn. Ein zentraler Knotenpunkt ist das traditionsreiche Areal der Horner Rennbahn. Hier sehen die städtebaulichen Entwürfe einen radikalen Perspektivwechsel vor. Das herausragende Konzept des „Ellipsen Gartens” greift die elliptische Form des historischen Pferderennens auf und transformiert das Areal in einen modernen, offenen Stadtpark.
Die Horner Rennbahn wird somit in Zukunft nicht mehr als geschlossene Barriere im Stadtteil wahrgenommen, sondern als ein durchlässiger, grüner Raum erlebt, der die angrenzende Kleingärtner Vereinigung Horn-Nord e.V. direkt an das öffentliche Wegenetz anbindet.
Natur pur: Horner Moor und Schiffbeker Moor
Weiter südöstlich integriert der Loop das idyllische Horner Moor. Dieses naturbelassene Areal mit seinen wertvollen Wasserflächen wird landschaftsschonend in das Wegenetz eingebunden. Das Horner Moor dient innerhalb des Loops als ruhiger Gegenpol zu den aktiveren Sport- und Spielzonen und bietet Raum für Naturbeobachtung und mentale Entschleunigung.
Im östlichen Verlauf schließt der Loop an den traditionsreichen Blohms Park und das Schiffbeker Moor an. Diese Bereiche bilden den sanften landschaftlichen Übergang in Richtung Billstedt, vorbei am Friedhof Schiffbek, bis hin zum Öjendorfer See, dem grandiosen Endpunkt der großen Landschaftsachse. Der Öjendorfer Park mit seinem 46 Hektar großen See – der mehr als zweimal so groß wie die Binnenalster ist – bietet ein artenreiches Vogelschutzgebiet, Sandbuchten und ein unvergleichliches Badeerlebnis.
Soziale Verknüpfung: Wege durch die Quartiere
Der Loop ist bewusst so in den Stadtraum gelegt, dass er die alltäglichen Wege der Bürger:innen optimiert. Er verbindet gezielt wichtige Bildungseinrichtungen wie die Wichern-Schule, die Berufliche Schule Burgstraße, die Brüder-Grimm-Schule am Standort Querkamp und die Schule Speckenreye. Durch die smarte Einbindung von Straßen wie der Manshardtstraße, der Dannerallee, dem Hermannstal und der Horner Landstraße entsteht ein engmaschiges Netz, das dichte Wohngebiete sicher mit den Grünräumen verknüpft.
| Streckenabschnitt | Prägende Orte & Einrichtungen | Leitgedanke der Planung |
|---|---|---|
| Westliche Anbindung | Oben Borgfelde, Thörls Park, Hammer Park | Vernetzung des dichten Stadtraums mit ersten großen Grünflächen |
| Zentraler Ring (Nord) | Horner Rennbahn, Ellipsen Garten, Horner Freiheit | Transformation historischer Sportflächen zu offenen Stadtparks |
| Zentraler Ring (Süd) | Horner Moor, Manshardtstraße, Quartierszentrum Querkamp | Integration geschützter Wasserflächen und Stärkung sozialer Infrastruktur |
| Östliche Anbindung | Blohms Park, Schiffbeker Moor, Öjendorfer See | Ökologischer Schutz und Übergang zu großflächigen Naherholungsgebieten |
Ausstattung und Infrastruktur: Ein Freiraum für Inklusion und Alltag
Ein Weg wird erst durch seine Aufenthaltsqualität zu einem lebendigen Ort der Begegnung. Die Ausstattung des Grünen Loops wurde nicht isoliert am Reißbrett entworfen, sondern basiert auf einer tiefgehenden Analyse der lokalen Bedürfnisse. Im Fokus stehen Inklusion, Barrierefreiheit und eine multifunktionale Nutzbarkeit für alle Altersgruppen.
Wegequalität und barrierefreie Mobilität
Das physische Rückgrat des Grünen Loops ist ein feingliedriges Netz aus hochwertigen, durchgängigen Wegen, das explizit zum Spazierengehen, Joggen und Fahrradfahren einlädt. Diese Trassen sind so dimensioniert, dass Konflikte zwischen verschiedenen Geschwindigkeiten – etwa zwischen spielenden Kindern, Fußgänger:innen und Radfahrer:innen – strukturell minimiert werden.
Besonderer Wert wird auf eine durchgehend barrierefreie Gestaltung gelegt: schwellenlose Übergänge an Straßenkreuzungen, ausreichende Wegbreiten für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen sowie taktile Leitelemente, wo diese zur Orientierung notwendig sind.
Sitzgelegenheiten, Rastplätze und Witterungsschutz
Entlang der gesamten Route werden systematisch Sitzgelegenheiten geschaffen – von klassischen Parkbänken über großzügige Holzpodeste bis hin zu informellen Sitzmauern, die in die Topografie integriert werden. Es entstehen kleine, geschützte Nischen, die zum Verweilen und zum spontanen Austausch mit der Nachbarschaft einladen.
Aus der umfassenden Bürgerbeteiligung ging der klare Wunsch nach mehr Schattenplätzen hervor. Daher werden an zentralen Knotenpunkten, wie dem geplanten neuen Marktplatz im Zentrum Horner Geest, bauliche Überdachungen und Sonnenschutzstrukturen integriert – ergänzt durch großkronige Baumpflanzungen.
Sport, Spiel und urbane Gemeinschaft
Der Grüne Loop ist tiefgreifend als aktiver Raum konzipiert. Die bestehenden Sportanlagen, beispielsweise an der Legienstraße und der Snitgerreihe, werden umfassend modernisiert und an den Loop angebunden. Darüber hinaus werden neue, dezentrale Bewegungsangebote geschaffen, die ohne Vereinsmitgliedschaft nutzbar sind.
Die Förderung von Gemeinschaftsstrukturen ist ein weiterer zentraler Pfeiler. Entlang der Route sind dezidierte Zonen für Gemeinschaftsgärten und Urban Gardening vorgesehen. Projekte wie der „Grüne Faden” oder die „Horner Paradiese” zeigen bereits heute, wie bürgerschaftliches Engagement Brachflächen in blühende Oasen verwandeln kann.
Das Leuchtturmprojekt: Quartierszentrum „Horner Aufschwung”
Der Grüne Loop entfaltet seine stärkste soziale Wirkung exakt dort, wo er auf gebaute, öffentliche Infrastruktur trifft. Das herausragendste Beispiel hierfür ist das Projekt „Horner Aufschwung”. Im Rahmen des vom Bund geförderten Modellvorhabens „Modernisierung des urbanen Raums” (Nationale Projekte des Städtebaus) entsteht am Straßenzug Querkamp – beim Kilometer 7 der Landschaftsachse – ein völlig neues Zentrum für Soziales und Bewegung.
Bündelung sozialer Kräfte
Dieses Schlüsselprojekt bündelt vier bisher räumlich getrennte soziale Einrichtungen unter einem modernen Dach:
- Die Elternschule Horner Geest (bisher Spliedtring)
- Das Jugendzentrum Horner Geest
- Das Haus der Jugend Manshardtstraße
- Das Spielhaus Speckenreye
Zudem fungiert die benachbarte Brüder-Grimm-Schule als enger Kooperationspartner, um Bildungs- und Freizeitangebote nahtlos miteinander zu verzahnen.
Nachhaltige Architektur als Vorbild
Der Siegerentwurf des Dortmunder Architekturbüros Gerber Architekten besticht durch seine konsequente nachhaltige Bauweise und eine hohe Nutzungsflexibilität. Geplant ist ein zweigeschossiger Holzbau mit einer Bruttogrundfläche von rund 1.800 Quadratmetern. Die architektonische Grundidee bedient sich der Typologie einer Scheune, die Schutz, Wärme und Offenheit ausstrahlt.
Der Baukörper wurde so positioniert, dass der wertvolle Altbaumbestand – insbesondere die beiden wichtigsten Solitärbäume – erhalten bleibt. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Genehmigungsplanung im Mai 2025 sind die entscheidenden administrativen Weichen gestellt. Der Baubeginn ist für den Sommer 2026 terminiert, die feierliche Eröffnung wird für das erste Halbjahr 2028 erwartet.
Tiefe Einblicke in die Bürger- und Jugendbeteiligung
Der Grüne Loop ist das direkte Resultat eines mehrstufigen Beteiligungsverfahrens in den Jahren 2022 und 2023. Die methodisch vielfältigen Formate reichten von spontanen Zufallsbegegnungen im Stadtteil über Rundgänge und geführte Touren bis hin zu Online-Dialogen und speziellen Jugend-Workshops.
Was die Jugend fordert: Action, Sport und konsumfreie Treffpunkte
Kinder und Jugendliche sind die intensivsten Nutzer:innen des öffentlichen Raums. Ihre Einbindung brachte klare Aufträge für die Planungsbüros hervor. Besonders innovativ war der Einsatz von Minecraft, in dem Jugendliche ihre eigene Vision des Zentrums entwarfen. Bei analogen Erkundungen markierten die Jugendlichen Orte, die ihnen besonders wichtig sind – mit starker Bindung an Gewässer und grüne Freiräume.
Was die Bürgerschaft wünscht: Ökologie, Aufenthaltsqualität und Klimaschutz
Bei den erwachsenen Anwohner:innen standen Klima, Naturerhalt und Aufenthaltsqualität im Vordergrund. Die klare Priorität lag auf einer tiefgreifenden ökologischen Aufwertung der Grünräume. Statt weiterer Flächenversiegelung wurde der Schutz der Freiräume massiv gefordert – insbesondere an den südlichen Flächen der Horner Rennbahn, wo die Mehrheit der Bürger:innen eine Parkanlage einer flächenverdichtenden Bebauung vorzog.
Klimaschutz und Stadtplanung: Die unsichtbare Kraft des Loops
Hinter der ästhetisch ansprechenden, grünen Oberfläche des Grünen Loops verbirgt sich eine hochkomplexe Maschine für den städtischen Klimaschutz. Die extremen Wetterereignisse der letzten Jahre erfordern ein radikales Umdenken in der Hamburger Stadtentwicklung.
Der Biotopverbund: Ein rettendes Netz des Lebens
Die zunehmende Bebauung in einer wachsenden Großstadt isoliert Tier- und Pflanzenpopulationen massiv. Der Grüne Loop adressiert dieses Problem durch die Schaffung eines funktionalen linearen Biotopverbunds. Indem bestehende Habitate wie das Horner Moor und der Blohms Park und kleinere Grünstreifen physisch wieder miteinander verbunden werden, entstehen vitale Wanderkorridore für Insekten, Vögel und Kleinsäuger.
Frischluftschneisen und das Schwammstadt-Prinzip
Ein weiteres zentrales Element ist der Schutz von Frischluftschneisen. Der durchgehende Ring des Loops ohne blockierende Hochbebauung ermöglicht es, dass kühlere, frische Luft aus den Randbereichen – etwa vom Öjendorfer See – tief in die aufgeheizten, dicht besiedelten Quartiere eindringen kann.
Gleichzeitig dient der Loop als massiver Retentionsraum bei Starkregenereignissen. Nach dem Schwammstadt-Prinzip werden im Verlauf des Loops gezielt Flächen für eine klimagerechte, natürliche Entwässerung integriert. Ein technischer Schutzraum gegen Überflutungen wird so in einen attraktiven Freizeitraum verwandelt – eine Symbiose aus unsichtbarer technischer Infrastruktur und sichtbarer Landschaftsarchitektur.
Mobilität und Anbindung: Wie der Verkehr in Horn neu gedacht wird
Der Grüne Loop ist eng mit der übergeordneten Mobilitätsstrategie des Bezirks verzahnt. Ein enormer Treiber für die Erreichbarkeit ist die aktuelle Erweiterung der U-Bahn-Linie U4 auf der Horner Geest. Mit den neuen Haltestellen Stoltenstraße und Horner Geest wird der gesamte östliche Stadtteil optimal an das Hamburger Schnellbahnnetz angebunden.
Der Zeitplan schreitet planmäßig voran: Seit dem Baubeginn im Februar 2020 nimmt die 2,6 Kilometer lange Strecke Gestalt an. Die Haltestelle Horner Rennbahn wurde bereits zu einem modernen Mobility-Hub umgebaut. Bis Ende 2025 werden die Tunnel und Haltestellenrohbauten fertiggestellt sein. Anfang 2026 folgen der Gleisbau und die technische Gebäudeausrüstung, bevor die Strecke voraussichtlich Ende 2027 feierlich in Betrieb geht.
Zusätzlich werden Verkehrsberuhigung und Querungen für Fuß- und Radverkehr konsequent gefördert: Tempo-30-Strecken im südlichen Abschnitt der Legienstraße, nachts auf der Sievekingsallee und der Hammer Landstraße sowie die Erneuerung von Zebrastreifen.
Meine politische Einordnung
Die Transformation der Horner Geest durch den Grünen Loop ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie wir im Bezirk Hamburg-Mitte Verantwortung für unseren direkten Lebensraum übernehmen. Stadtentwicklung darf sich nicht in der bloßen Verwaltung von Beton und Asphalt erschöpfen.
In den Diskussionen und Beschlüssen des KUS-Ausschusses (Klimaschutz, Umwelt, Stadtnatur) setzen wir uns als Koalition (Ampel Mitte) konsequent dafür ein, dass ökologische Vorgaben nicht als lästiges Beiwerk, sondern als Fundament der Planung verstanden werden. Die Integration von Frischluftschneisen, der konsequente Erhalt von Altbaumbeständen und die Schaffung sicherer, barrierefreier Wege sind für uns nicht verhandelbare Kernthemen.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll: Verwurzelt in Horn, tragen wir Verantwortung für ganz Mitte. Wenn wir hier, im Hamburger Osten, beweisen, dass soziale Infrastruktur wie der Horner Aufschwung und exzellenter Klimaschutz Hand in Hand gehen, schaffen wir einen Standard, an dem sich zukünftige Stadtentwicklungsprojekte messen lassen müssen.
Natur, Parks und Klimainfrastruktur in Hamburg-Horn: Natur, Parks und Klimaanpassung in Hamburg-Horn
Häufige Fragen
- Wann ist der Grüne Loop komplett fertiggestellt?
- Der Grüne Loop wird in mehreren Phasen als Teil der Rahmenplanung Horner Geest 2040 realisiert. Ein wichtiger Meilenstein ist das Quartierszentrum Horner Aufschwung: Baubeginn Sommer 2026, geplante Eröffnung erstes Halbjahr 2028. Die wegebaulichen Maßnahmen werden parallel zur U4-Verlängerung (Eröffnung Ende 2027) und den nachfolgenden Oberflächengestaltungen schrittweise umgesetzt.
- Ist die gesamte Route des Loops barrierefrei?
- Ja. Ein zentraler Aspekt der Planung ist Inklusion. Die Hauptwege des Ringwegs werden so gestaltet, dass sie für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen sicher und komfortabel nutzbar sind – mit schwellenlosen Übergängen und ausreichenden Wegbreiten. Auch der Horner Aufschwung als wichtigstes Gebäude des Loops ist über alle Etagen hinweg komplett barrierefrei konzipiert.
- Fließen die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung wirklich in die Planung ein?
- Ja. Die Forderungen aus dem Bürgerdialog 2022/2023 – bessere Bolzplätze, mehr Schattenplätze (Sonnenschutz am neuen Marktplatz), ökologischer Schwerpunkt statt weiterer Versiegelung im Süden der Horner Rennbahn – sind direkt in die finalen Auslobungstexte für die Architektur- und Landschaftsplanung eingeflossen.
- Wie schützt der Grüne Loop konkret vor dem Klimawandel?
- Der Loop fungiert als technisches und natürliches Schutzschild. Er verbindet Moore, Wiesen und Parks (Biotopverbund), was Tieren und Pflanzen beim Überleben hilft. Gezielte Entsiegelung und neue Baumpflanzungen kühlen das Stadtklima aktiv (Frischluftschneise). Spezielle Flächen zur Versickerung von Starkregen nach dem Schwammstadt-Prinzip entlasten das Kanalnetz und verhindern Überflutungen.
- Gibt es Möglichkeiten, sich entlang des Loops gärtnerisch zu betätigen?
- Ja. Entlang des Loops und im Bezirk gibt es erfolgreiche Urban-Gardening-Initiativen wie den Grünen Faden oder die Horner Paradiese, wo Bürger:innen Insektenhotels bauen und Hochbeete pflegen. Die neue grüne Infrastruktur soll solchen Projekten weiteren Raum bieten.
Quellen
- HORNER GEEST 2040 Rahmenplan – Hamburg.de
- Endbericht Bürgerbeteiligung Horner Geest 2023
- Horner Aufschwung – Hamburg.de
- Quartierszentrum Horner Aufschwung – Gerber Architekten
- Mobilitätskonzept Horner Geest – Hamburg.de
- Landschaftsachse Horner Geest – Nationale Projekte des Städtebaus
- Biotopverbund Hamburg – BUKEA
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